Das durchschnittliche Monatseinkommen in Deutschland lag 2024 bei 4.700 Euro brutto – doch die Lebenshaltungskosten steigen weiter. Vielleicht fragst du dich also, wie du dir nebenbei etwas dazuverdienen kannst. Damit bist du nicht allein.
Rund 2 Millionen Deutsche hatten 2024 bereits einen Nebenjob. Wenn du auch zu denen gehören möchtest, die sich mit einem zusätzlichen Einkommen ein zweites Standbein aufbauen, bist du hier genau richtig.
Hier findest du 22 kreative Wege, Geld zu verdienen – von Haustierbetreuung, privatem Catering oder Stadtführungen bis hin zum Aufarbeiten alter Möbel, dem Verkauf von Vintage-Kleidung und vielem mehr.
Wie kann man nebenbei Geld verdienen?
Nebenbei Geld verdienen kannst du durch flexible Online- oder Offline-Jobs wie Umfragen, Dienstleistungen, digitale Produkte oder Nischenangebote. Viele Ideen lassen sich mit wenig Startkapital umsetzen und schrittweise zu einem zusätzlichen Einkommen ausbauen.
22 kreative Wege, Geld zu verdienen
- Verkaufe deine Fotos
- Print-on-Demand
- Gib Online-Kurse
- Empfiehl deine Lieblingsprodukte
- Vermiete ungenutzten Raum
- Biete deine Dienstleistungen an
- Erstelle Nischenprodukte
- Führe Stadtführungen durch
- Teste Websites und Apps
- Verkaufe deine Kunst
- Biete Haus- und Haustiersitting an
- Arbeite als Möbelpacker:in oder Allround-Helfer:in
- Verkaufe Secondhand-Kleidung
- Beantworte Fragen
- Stimme Klaviere
- Betreue Kinder
- Nimm an klinischen Studien teil
- Upcycle Möbel
- Werde Fitness-Trainer:in
- Organisiere Sachen anderer Leute
- Werde Übersetzer:in
- Werde Mystery Shopper:in
Zu jeder kreativen Verdienstmöglichkeit findest du Infos zu folgenden Punkten:
- Aufwand: Wie viel Zeit, Können oder Erfahrung du benötigst.
- Hebelwirkung: Wie leicht oder schwer es ist, damit Geld zu verdienen. Ideen mit niedriger Hebelwirkung bedeuten, dass du direkt Zeit gegen Geld tauschst. Bei hoher Hebelwirkung bekommst du mehr für deinen Einsatz zurück und kannst dir sogar ein passives Einkommen aufbauen.
- Startkosten: Wie viel Startkapital du dafür einplanen solltest.
- Mögliche Einnahmen: Wie viel Gewinn du mit deinem Nebenjob erzielen kannst.
Verkaufe deine Fotos
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Gering
Startkosten (auf einer Skala von 1 bis 5 💸): 💸
Mögliche Einnahmen: Im Schnitt etwa 0,30 € pro Bild; in der Regel zwischen 0,09 € und 90 € pro lizenzfreiem Verkauf – oder bis zu 450 €, wenn dein Foto unter einer erweiterten Lizenz verkauft wird. Die genaue Auszahlung hängt von der Plattform ab.
Um mit deinen Fotos erfolgreich zu sein, musst du gezielt die Menschen ansprechen, die genau solche Bilder suchen. Überleg dir, welchen Stil du fotografierst, und finde deine Nische – etwa Landschaften, Porträts, Tierfotos oder etwas ganz anderes.
Sobald du deine Nische gefunden hast, baue dir eine Community auf Plattformen wie Instagram oder Pinterest auf. Fotografiere themenbezogen, bearbeite deine Bilder mit kostenlosen Tools und verkaufe sie über Plattformen wie Adobe Stock, Shutterstock oder auch Burst by Shopify (englischsprachig). Nutze die Analysefunktionen dieser Plattformen, um zu sehen, welche Motive besonders gefragt sind.
Nutze deine Social-Media-Kanäle, um auf deine kostenpflichtigen Inhalte aufmerksam zu machen. Sprich gezielt Blogger und Unternehmer:innen an, die regelmäßig Stockfotos brauchen. Du kannst auch direkt mit Unternehmen in Kontakt treten.
Beim Festlegen deiner Preise solltest du drei Dinge beachten: die Nachfrage in deiner Nische, die Preise der Konkurrenz und deine eigenen Kosten. Wenn du Menschen fotografierst, musst du gegebenenfalls Honorare zahlen. Drehst du an bestimmten Orten, brauchst du eventuell Genehmigungen oder musst Nutzungsgebühren entrichten. Auch deine Ausgaben für Kamera, Zubehör und Bildbearbeitungsprogramme solltest du mit einrechnen. So stellst du sicher, dass du am Ende mehr verdienst, als du investierst.
Print-on-Demand
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Hoch
Startkosten: 💸💸
Mögliche Einnahmen: Als Print-on-Demand-Unternehmer:in kannst du von ein paar Hundert Euro im Monat bis zu rund 110.000 € im Jahr verdienen.
Prognosen zeigen: Der weltweite Print-on-Demand-Markt könnte bis 2031 auf einen Wert von rund 47 Milliarden $ anwachsen. Kleidung macht dabei aktuell das größte Segment aus.
Print-on-Demand ist eine risikoarme Möglichkeit, online Geld zu verdienen – und gleichzeitig kreativer als klassische Dropshipping-Modelle.
So funktioniert’s: Du arbeitest mit Anbieter:innen zusammen, die Produkte wie T-Shirts, Bücher, Tassen oder Handyhüllen mit deinen Designs bedrucken. Du gestaltest die Motive und die Anbieter:innen kümmern sich um Druck, Lagerung und Versand. Du musst nichts vorproduzieren oder auf Vorrat kaufen. Bezahlt wird erst, wenn ein Produkt verkauft wird.
Shopify-Apps wie Printful, Lulu Direct oder Printify nehmen dir die komplette Abwicklung ab. So kannst du dich voll auf Design, Markenaufbau und Marketing konzentrieren.
Print-on-Demand ist ein einfaches Geschäftsmodell, das du gut neben einem Vollzeitjob starten kannst. Werde selbst kreativ oder arbeite mit freiberuflichen Designer:innen zusammen, die dir beim Gestalten deiner Produkte helfen.
Dieser Nebenerwerb ist ideal für kreative Menschen, die sich mit ihren Produkten identifizieren möchten, aber nicht die Zeit für aufwendige Produktionen haben. Er erlaubt dir, dich auszudrücken und eine eigene Marke aufzubauen – mit weniger logistischen Hürden als bei anderen E‑Commerce-Modellen. So kannst du ohne großen Aufwand zusätzliches Geld verdienen.
Gib Online-Kurse
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: Sehr unterschiedlich. Wenn du z. B. Englisch als Fremdsprache unterrichtest, kannst du mit Stundensätzen zwischen 10 € und 35 € rechnen. In bestimmten Nischen lassen sich pro Kurs auch über 3.000 € verdienen – je nach Thema, Qualität und Zielgruppe.
Dein Wissen in einen Online-Kurs zu verwandeln – so wie es die Macher:innen der Sugarlash PRO Academy getan haben – ist ein kreativer Weg, Geld zu verdienen.

Starte mit einem Thema, das du wirklich gut beherrschst. Wozu wirst du oft um Rat gefragt? Worüber könntest du stundenlang reden? Genau das kann die perfekte Grundlage für deinen Kurs sein. Wichtig ist: Der Erfolg hängt stark davon ab, ob du deine Zielgruppe gut verstehst.
Manche Themen sind deutlich lukrativer als andere. Prüfe also, ob es eine ausreichend große Nachfrage für dein Thema gibt, bevor du Inhalte produzierst. Am besten sprichst du Zielgruppen an, die bereit sind, in Wissen zu investieren. Das könnten zum Beispiel ambitionierte Hobbyist:innen oder Fachleute sein, die sich gezielt weiterbilden wollen.
Plane deinen Kurs Schritt für Schritt: Welche Inhalte willst du abdecken? Erstelle zu jedem Abschnitt passendes Material, das du einzeln oder als kompletten Kurs verkaufen kannst.
Das Marketing läuft dauerhaft, aber der größte Teil der Arbeit (und der Kosten) fällt am Anfang an: Kurskonzept, Inhalte produzieren, Technik. Später brauchst du nur noch regelmäßig Updates und ein bisschen Marketing-Budget, um sichtbar zu bleiben.
Deine Kurse kannst du zum Beispiel über Shopify, Udemy, Teachable, Skillshare oder LinkedIn Learning veröffentlichen. Diese Plattformen bieten dir verschiedene Möglichkeiten, deine Inhalte zu monetarisieren.
Empfiehl deine Lieblingsprodukte
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Erfolgreiche Affiliate-Vermarkter:innen verdienen im Schnitt rund 7.400 € pro Monat – also zwischen 65.000 € und 120.000 € im Jahr, je nach Reichweite, Thema und Strategie.
Beim Affiliate-Marketing empfiehlst du Produkte weiter und bekommst dafür eine Belohnung, meist als prozentuale Provision vom Verkaufspreis oder in Form von Gutscheinen. Viele Unternehmen, darunter Amazon und eBay, bieten solche Empfehlungsprogramme an.
Du kannst noch weitergehen und deine Lieblingsprodukte über einen Blog oder deine Social-Media-Kanäle einem größeren Publikum vorstellen. So macht es zum Beispiel Ecocult, eine Plattform, die in ihren redaktionellen Beiträgen regelmäßig nachhaltige Produkte über Affiliate-Links empfiehlt.

Gute Produktbewertungen wirken authentisch statt werblich. Leser:innen fühlen sich nicht zum Kauf gedrängt, sondern erhalten sachliche Informationen für eine fundierte Entscheidung. Genau das macht gutes Affiliate-Marketing aus: Es bietet echten Mehrwert durch transparente Einordnung und hilfreiche Praxistipps.
Der Einstieg ins Affiliate-Marketing ist einfach. Aber um wirklich relevante Einnahmen zu erzielen, brauchst du eine gewisse Reichweite. Starte am besten damit, auf den Websites deiner Lieblingsmarken nach einem Partnerprogramm zu suchen, oder schreib sie direkt an. Bitte auch deine Freund:innen, über deinen persönlichen Link oder Empfehlungs-Code zu bestellen. In den meisten Fällen profitiert ihr so beide davon.
Vermiete ungenutzten Raum
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Zum Beispiel bis zu 400 € monatlich für einen Parkplatz oder im Schnitt rund 13.000 € jährlich, wenn du über Plattformen wie Airbnb vermietest.
Wenn du zu Hause, im Büro, in deiner Garage oder auf deinem Parkplatz ungenutzte Fläche hast, kannst du daraus eine zusätzliche Einnahmequelle machen. Besonders in Städten ist Platz knapp – genau hier entsteht Nachfrage.
Ein Stellplatz lässt sich beispielsweise tagsüber vermieten, während du selbst bei der Arbeit bist. In der Nähe von Bahnhöfen, Innenstädten oder Bürokomplexen ist das besonders attraktiv für Pendler:innen und Berufstätige.
Um einen realistischen Preis festzulegen, recherchiere zunächst die ortsüblichen Konditionen. Plattformen wie Parkopedia, Kleinanzeigen oder Nebenan.de, helfen dir, vergleichbare Angebote zu prüfen. Ergänzend kannst du lokal werben – etwa mit Aushängen in Büros, Geschäften oder Cafés in deiner Umgebung.
Wichtig ist, dass du mögliche rechtliche Vorgaben, Hausordnungen oder steuerliche Aspekte vorab prüfst, bevor du deinen Raum regelmäßig vermietest.
Biete deine Dienstleistungen an
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Variieren je nach Dienstleistung und Erfahrung.
Die sogenannte Gig-Economy ist längst Realität. Allein in Deutschland gibt es über 1,5 Millionen Freelancer. Aber auch weltweit wird freiberufliches Arbeiten immer beliebter.
Frag dich: Welche Fähigkeiten bringst du mit? Wofür interessierst du dich? Es gibt viele Unternehmen, die dich lieber projektbezogen anstellen möchten, statt dich fest zu beschäftigen.
Wenn du noch kein Portfolio hast, ist das ein guter erster Schritt. Sammle Referenzen, indem du kleinere Projekte über Plattformen wie Fiverr, Upwork oder Freelance.de übernimmst. So zeigst du potenziellen Auftraggeber:innen, was du kannst, und kannst nach und nach höhere Stundensätze verlangen.
Achte dabei darauf, dich nicht unter Wert zu verkaufen. Manche Freelancer bieten ihre Leistungen sehr günstig an, obwohl sie fachlich auf einem höheren Niveau arbeiten. Informiere dich über marktübliche Honorare in deiner Branche. In Deutschland liegen die durchschnittlichen Stundensätze für Marketing-Freelancer beispielsweise bei etwa 60 € bis 100 €, je nach Spezialisierung und Erfahrung.
Dienstleistungsbasierte Jobs bieten oft hohe Gewinnmargen und können sehr profitabel sein. Der Nachteil: Sie lassen sich nur schwer skalieren, da du meist persönlich präsent sein oder Aufgaben direkt betreuen musst.
Erstelle Nischenprodukte
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Hoch
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: variieren je nach Produkttyp, Zielgruppe und Marktlage.
Fehlt dir im Alltag etwas? Gibt es ein Produkt, das ein nerviges Problem lösen könnte – etwas, das du dir selbst schon lange wünschst? Genau solche Marktlücken sind Chancen, aus denen erfolgreiche Geschäftsideen entstehen können.
Ein gutes Beispiel ist Dustin Lee. Ihm fiel auf, dass Grafikdesigner:innen ständig auf der Suche nach speziellen Tools wie Pinselsets, Clipart oder Photoshop-Vorlagen sind. Daraus entstand RetroSupply, ein Shop, der genau diese digitalen Produkte direkt an Designer:innen verkauft.

Wenn du mit einem Nischenprodukt durchstarten willst, musst du deine Zielgruppe wirklich gut verstehen. Manchmal hilft es, zunächst ein paar freiberufliche Projekte in der Branche zu übernehmen. So bekommst du ein Gespür für reale Bedürfnisse und erkennst Chancen oft viel schneller, weil du direkt am Markt bist.
In diesem Video (auf Englisch) zeigen wir dir Trendprodukte, die du online verkaufen kannst:
Führe Stadtführungen durch
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: In Deutschland verdienen Stadtführer:innen im Schnitt etwa 20 € bis 30 € pro Stunde, Trinkgeld nicht eingerechnet. Wenn du selbstständig arbeitest, kannst du deine Preise selbst festlegen und für besondere Touren entsprechend mehr verlangen.
Wenn du in einer Stadt wohnst, die Tourist:innen anzieht, kannst du mit eigenen Stadtführungen daraus eine Einkommensquelle machen.
Gerade Nischenführungen kommen gut an: zum Beispiel zu versteckten historischen Orten, Streetfood-Hotspots, Brauereien oder auf dem Fahrrad. So bringst du nicht nur dein Wissen ein, sondern auch deine persönlichen Interessen.
Überleg dir zuerst deine Nische und wie Menschen dich finden sollen. Eine einfache Keyword-Recherche hilft dir dabei, deine Website oder Social-Media-Kanäle so aufzubauen, dass sie bei Suchanfragen wie diesen auftauchen:
- "Stadtführung in [deiner Stadt]"
- "Fahrradtour in [deiner Stadt]"
- "Günstige Touren in [deiner Stadt]"
Du könntest auch ein kleines Skript oder ein Infoblatt mit spannenden Fakten über die Stadt entwickeln. Das kommt bei Gästen gut an und gibt dir Sicherheit beim Erzählen.
Wenn du direkt loslegen willst, melde dich bei Plattformen wie zum Beispiel GetYourGuide an. Dort kannst du deine Touren anbieten, flexibel Geld verdienen und ganz nebenbei interessante Menschen aus aller Welt kennenlernen.
Teste Websites und Apps
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Ab einigen € pro Test.
Unternehmen suchen regelmäßig ehrliches Feedback zu ihren Websites und Apps – und bezahlen dich dafür. Du bewertest Design, Inhalte oder Nutzerfreundlichkeit und erhältst eine Vergütung pro Test. Viele Tests dauern etwa 15 bis 20 Minuten und lassen sich flexibel in deinen Alltag integrieren. Für mobile Tests brauchst du lediglich ein funktionierendes Smartphone oder Tablet.
Neben klassischen Website-Tests kannst du auch an Online-Fokusgruppen teilnehmen. Dort gibst du Feedback zu neuen Produkten, Kampagnen oder Konzepten und erhältst dafür eine Vergütung, etwa als Barzahlung, Gutschein oder Produkttest. Viele Plattformen verbinden Menschen wie dich mit Unternehmen, die genau solche Gruppen suchen.
Das Einkommen ist meist unregelmäßig und eher als Nebenverdienst geeignet. Für einen unkomplizierten Einstieg ist diese Möglichkeit jedoch gut geeignet, da du weder spezielle Vorkenntnisse noch Startkapital benötigst.
Verkaufe deine Kunst
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Hoch
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: Stark abhängig von Stil, Positionierung und Reichweite – von einigen hundert Euro bis hin zu fünfstelligen Monatsumsätzen.
Zu Beginn kannst du Auftragsarbeiten annehmen oder kleinere Werke direkt über Social Media verkaufen, um erste Kund:innen zu gewinnen und deine Community aufzubauen. Auch personalisierte Illustrationen oder limitierte Editionen sind, zum Beispiel auf Etsy oder Fiverr gefragt und helfen dir, dich klar im Markt zu positionieren.
Langfristig lohnt sich der Verkauf deiner Kunst über einen eigenen Shopify-Store. Dort präsentierst du deine Kunst professionell, steuerst Preise und Margen selbst und kannst verschiedene Einnahmequellen kombinieren – etwa Originale, Drucke, digitale Downloads oder Merch. Gleichzeitig baust du deine eigene Marke auf, unabhängig von Marktplätzen und deren Gebührenstrukturen.
Gerade im Kunstbereich zahlt sich eine klare Markenidentität aus: Wenn Stil, Story und Präsentation zusammenpassen, entsteht Wiedererkennungswert – und damit die Grundlage für nachhaltige Umsätze.
Biete Haus- und Haustiersitting an
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Im Schnitt rund 10 bis 15 € pro Stunde – sowohl für Haus- als auch für Haustierbetreuung, je nach Region und Leistungsumfang.
Haus- und Haustiersitting lassen sich flexibel in deinen Alltag integrieren. Du kannst stundenweise Einsätze übernehmen oder mehrere Tage am Stück vor Ort bleiben, etwa während Auftraggeber:innen verreist sind.
Um passende Einsätze zu finden, lohnt sich ein Blick auf Plattformen wie Pawshake, Betreut.de oder Rover. Dort werden regelmäßig neue Angebote vermittelt.
Als Haussitter:in kümmerst du dich um das Zuhause – zum Beispiel indem du Post entgegennimmst, Pflanzen gießt, Mülltonnen bereitstellst oder regelmäßig nach dem Rechten siehst. Teilweise fallen auch leichte Reinigungs- oder Organisationsaufgaben an.
Beim Haustiersitting steht die Betreuung der Tiere im Mittelpunkt: füttern, spazieren gehen, spielen oder Medikamente verabreichen. Je nach Tierart und Bedarf kann der Betreuungsaufwand variieren. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und ein sicherer Umgang mit Tieren sind hier entscheidend.
Arbeite als Möbelpacker:in oder Allround-Helfer:in
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Je nach Aufgabe und Erfahrung zwischen 14 € und 80 € pro Stunde – zum Beispiel für Umzugshilfe, Möbelaufbau oder handwerkliche Unterstützung.
Ob Möbel schleppen, Regale montieren oder kleinere Besorgungen: Für viele praktische Aufgaben werden helfende Hände gesucht. Wenn du handwerklich begabt bist oder gerne anpackst, kannst du mit solchen Dienstleistungen schnell und unkompliziert Geld verdienen. Du kannst die Tätigkeit sowohl als Nebenjob als auch auf selbstständiger Basis ausführen.
Diese Apps und Plattformen bringen dich mit potenziellen Kund:innen zusammen:
- TaskRabbit: Eine vielseitige Plattform, auf der du alles von Umzugshilfe über Möbelmontage bis hin zu Gartenarbeit anbieten kannst.
- Helpling: Ursprünglich auf Reinigung spezialisiert, inzwischen auch offen für andere haushaltsnahe Dienstleistungen.
- Listando oder MyHammer: Hier findest du vor allem handwerkliche Aufträge und wirst direkt von Auftraggeber:innen in deiner Region gebucht.
Verkaufe Secondhand-Kleidung
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸💸
Mögliche Einnahmen: Variabel
Schau mal in deinen Kleiderschrank: Wie viele Teile hängen da ungetragen herum? Wenn deine Kleidung noch gut in Schuss ist, kannst du sie ganz einfach verkaufen – als unkomplizierten Nebenjob, der sich wunderbar mit dem nächsten Frühjahrsputz verbinden lässt. Und wer weiß: Vielleicht wird sogar ein kleines Secondhand-Business daraus.
Wenn du erstmal Erfahrung mit dem Verkauf deiner eigenen Sachen gesammelt hast, kannst du einen Schritt weitergehen: Kuratiere Secondhand-Kollektionen und verkaufe gezielt Mode mit Stil und Geschichte.
Es gibt zahlreiche Websites und Apps, die dir beim Verkauf deiner Kleidung helfen:
- Vinted: Bekannt für seine einfache Handhabung, ohne Verkäufergebühren – super zum Verkauf von alltäglicher Mode.
- Kleiderkorb: Kostenlose Plattform für den Verkauf gebrauchter Kleidung.
- Facebook Marketplace: Damit kannst du Kleidung in deiner lokalen Community verkaufen.
- Etsy: Für kreative Mode, Vintage-Kleidung und individualisierte Stücke.
Beachte, dass viele dieser Plattformen einen Prozentsatz vom Verkaufspreis einbehalten oder Versand- und Listungsgebühren berechnen. Wenn du alles selbst in die Hand nehmen willst, kannst du auch einen eigenen Onlineshop starten, zum Beispiel mit Shopify.
Beantworte Fragen
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Zwischen 0,50 € und 45 € pro Umfrage bis zu mehreren hundert Euro für Fachinterviews
Wenn du über Fachwissen in einem bestimmten Bereich verfügst, kannst du deine Expertise monetarisieren. Plattformen wie JustAnswer ermöglichen es geprüften Expert:innen, Fragen von Nutzer:innen zu beantworten und dafür vergütet zu werden.
Für Fachkräfte aus Medizin und Gesundheitswesen sind Sermo oder InCrowd relevant, die regelmäßig bezahlte Umfragen und Studien anbieten. Auch für Expert:innen aus Marketing, IT oder Finanzen gibt es Interview-Plattformen wie Respondent, auf denen Einzelinterviews teils dreistellig vergütet werden. Unternehmen wie AlphaSights vermitteln zusätzlich Fachgespräche für Marktforschung.
Auch ohne spezielle Qualifikation kannst du an Umfragen teilnehmen. In Deutschland aktive Anbieter sind zum Beispiel MeinungsOrt oder LifePoints. Hier erhältst du kleinere Beträge oder Prämienpunkte für deine Teilnahme.
Beachte jedoch: Solche Angebote eignen sich eher als flexibler Nebenverdienst und ersetzen kein stabiles Einkommen. Für höhere Einnahmen brauchst du in der Regel nachweisbare Fachkompetenz.
Stimme Klaviere
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: etwa 15 € bis 45 € pro Stunde, im Durchschnitt rund 35.000 € jährlich
Klaviere gehören zu den wenigen Instrumenten, die Spieler:innen fast nie selbst stimmen. Hier ist Fachwissen gefragt. Als Klavierstimmer:in brauchst du spezielles Equipment, viel Gehör und idealerweise eine fundierte Schulung. In Deutschland gibt es zwar keine verpflichtende Zertifizierung, aber Weiterbildungen, etwa über die Handwerkskammer oder spezialisierte Klavierbau-Schulen, verbessern deine Chancen deutlich.
Ein guter Einstieg ist die Zusammenarbeit mit Musikschulen, Klavierläden, Theatern oder Konzertsälen – so baust du dir einen ersten Kundenstamm auf. Auch Mundpropaganda ist in diesem Bereich besonders wertvoll.
Online-Plattformen wie Listando, MyHammer oder Check24 Profis können dir helfen, lokal neue Kund:innen zu gewinnen. Wichtig ist: Liefere verlässlich gute Arbeit. Viele Kund:innen buchen dann regelmäßig, etwa zur jährlichen Stimmung.
Betreue Kinder
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Im Durchschnitt ca. 15 € pro Stunde.
Gute Kinderbetreuung wird immer gesucht, ob regelmäßig, gelegentlich oder kurzfristig. In vielen Familien fehlt es an flexiblen Lösungen, besonders außerhalb der Kita- und Schulzeiten. Genau hier kannst du als zuverlässiger Babysitter oder Kinderbetreuer:in einspringen.
Je nach Region und Umfang der Betreuung kannst du zwischen 12 € und 25 € pro Stunde verdienen. Wenn du bereits Erfahrung mit Kindern hast oder eine Ausbildung im pädagogischen Bereich mitbringst, erhöht das deinen Stundenlohn zusätzlich.
Auch Zertifikate in Erster Hilfe am Kind (z. B. vom Deutschen Roten Kreuz) oder ein erweitertes Führungszeugnis sind bei Eltern sehr gefragt – und können dir helfen, schneller Vertrauen aufzubauen.
Neben Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld helfen dir auch diese Plattformen, um Betreuungsjobs zu finden:
- Betreut.de
- Yoopies.de
- Kleinanzeigen
Nimm an klinischen Studien teil
Aufwand: Von gering bis hoch
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Variieren je nach Zeitaufwand, medizinischem Eingriff und Risiken.
Klinische Studien suchen regelmäßig freiwillige Teilnehmer:innen, um neue Medikamente, Therapieansätze oder Diagnosemethoden zu testen. Wenn du bestimmte Gesundheitskriterien erfüllst, kannst du dich für eine Studie anmelden und dafür bezahlt werden.
Die Teilnahme kann ganz unterschiedlich aussehen: von einfachen Fragebögen zu deinem Lebensstil, über das Abgeben von Blut- oder Speichelproben, bis hin zu aktiven Tests neuer Behandlungsformen. Manche Studien vergleichen auch neue Methoden, etwa Videospiel-basiertes Fitnesstraining vs. klassische Bewegung.
Die Aufwandsentschädigung hängt davon ab, wie intensiv und zeitaufwendig die Studie ist und ob eventuelle gesundheitliche Risiken bestehen. Wichtig zu wissen: Die Bezahlung soll dir die Teilnahme ermöglichen und deinen Aufwand ausgleichen, aber kein finanzieller Hauptanreiz sein.
Upcycle Möbel
Aufwand: Hoch
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: Variabel – manche Möbel-Upcycler:innen verdienen über 2.000 € im Monat, abhängig von Stückzahl, Qualität und Verkaufspreis.
In Deutschland landen jedes Jahr zahlreiche Möbelstücke auf dem Sperrmüll, obwohl sie mit etwas handwerklichem Geschick und Kreativität wieder gefragt sein könnten. Wenn du gern praktisch arbeitest, ein gutes Auge für Design hast und über Zeit sowie Transportmöglichkeiten verfügst, kann Möbel-Upcycling eine attraktive Möglichkeit sein, dir von zu Hause aus ein zusätzliches Einkommen aufzubauen.
Du kannst gezielt hochwertige Stücke online oder auf Flohmärkten kaufen und sie mit Gewinn weiterverkaufen. Alternativ erwirbst du stark gebrauchte Möbel, bereitest sie sorgfältig auf und gibst ihnen durch neue Farben, Beschläge oder Polsterungen einen modernen Look.
Für den Start benötigst du etwas Kapital für den Einkauf, gegebenenfalls Lagerfläche sowie Werkzeuge, Farben und weiteres Material. Gleichzeitig bietet der Markt gute Chancen: In vielen Regionen erhältst du Möbel sehr günstig oder sogar kostenlos. Mit handwerklichem Können, einem klaren Stilkonzept und einer durchdachten Vermarktung kannst du einzelne Stücke für mehrere Hundert Euro verkaufen.
Werde Fitness-Trainer:in
Aufwand: Mittel bis hoch
Hebelwirkung: Mittel
Startkosten: 💸💸💸
Mögliche Einnahmen: Im Schnitt etwa 25 € pro Stunde.
Die Fitnessbranche wächst weiter – im Studio, draußen oder online. Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und dich für Training und Gesundheit interessierst, kannst du dir als Trainer:in ein zusätzliches oder sogar hauptberufliches Einkommen aufbauen.
Du kannst Kurse vor Ort anbieten, online streamen oder hybride Formate nutzen. Voraussetzung ist in der Regel eine anerkannte Zertifizierung, etwa über etablierte Ausbildungsanbieter. Die Kosten liegen meist zwischen 300 € und 2.000 €, abhängig von Umfang und Spezialisierung.
Viele Studios zahlen pro Stunde oder pro Teilnehmer:in. Mit klarer Positionierung und einem eigenen Stil kannst du dir zudem eine feste Community aufbauen und regelmäßig Kurse oder Workshops anbieten.
Veröffentliche deine Workouts online, beispielsweise auf Instagram, YouTube oder sogar in Form einer eigenen Fitness-App.
Organisiere Sachen anderer Leute
Aufwand: Mittel
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Professionelle Organisator:innen verdienen im Schnitt rund 50.000 € pro Jahr.
Wenn du gerne strukturierst, sortierst und Ordnung schaffst, kannst du daraus ein Geschäftsmodell entwickeln. Viele Menschen wünschen sich Unterstützung, um ihr Zuhause, ihr Büro oder ihren digitalen Alltag effizienter zu organisieren.
Kund:innen beauftragen Organisator:innen beispielsweise, um nachhaltige Ordnungssysteme zu entwickeln, Arbeitsabläufe zu optimieren oder Räume neu zu strukturieren. Manche spezialisieren sich zusätzlich auf Minimalismus, Umzugsvorbereitung oder bestimmte Konzepte wie Feng Shui.
Für den Einstieg kannst du zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis starten, erste Aufträge übernehmen und dir über Empfehlungen Schritt für Schritt einen festen Kundenstamm aufbauen. Entscheidend ist, individuelle Lösungen zu erarbeiten, die langfristig funktionieren.
Werde Übersetzer:in
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Im Durchschnitt etwa 25 € pro Stunde.
Wenn du sicher in mindestens zwei Sprachen bist, kannst du deine Sprachkenntnisse in ein flexibles Einkommen verwandeln. Unternehmen, Onlineshops und Agenturen benötigen laufend Übersetzungen für Websites, Produktbeschreibungen, Marketingtexte oder technische Dokumentationen.
Auf Plattformen wie Gengo, Textbroker oder Fiverr findest du regelmäßig Aufträge. Teilweise musst du vorab einen Sprachtest absolvieren, der deine Einstufung und Vergütung beeinflusst.
Besonders attraktiv wird es, wenn du deine Sprachkompetenz mit Fachwissen kombinierst – etwa in Recht, Medizin, Technik, Marketing oder IT. Spezialisierte Übersetzer:innen erzielen in diesen Bereichen höhere Honorare und bauen langfristige Kundenbeziehungen auf.
Langfristig kannst du dir auch eine eigene Website oder einen kleinen Shopify-Store aufbauen, über den Kund:innen direkt Übersetzungsservices oder feste Leistungspakete buchen können. So positionierst du dich unabhängiger von Plattformen und stärkst deine eigene Marke.
Werde Mystery Shopper:in
Aufwand: Gering
Hebelwirkung: Gering
Startkosten: 💸
Mögliche Einnahmen: Durchschnittlich etwa 25 € pro Stunde – die Beträge variieren jedoch stark regional.
Wenn du gerne einkaufen gehst, warum lässt du dich nicht dafür bezahlen? Als Mystery Shopper:in testest du das Einkaufserlebnis in bestimmten Geschäften, oft im Auftrag von Unternehmen, die ihre Servicequalität verbessern möchten.
Zu deinen Aufgaben gehören zum Beispiel das unauffällige Beobachten von Mitarbeiter:innen, das Prüfen der Warenpräsentation, das Fotografieren bestimmter Bereiche oder der Kauf eines bestimmten Produkts. Nach deinem Besuch füllst du einen Fragebogen aus oder schreibst einen Bericht.
Achte darauf, dass du nicht auf Betrug hereinfällst. Seriöse Mystery-Shopping-Angebote verlangen niemals, dass du Geld zahlst, um Mystery Shopper:in zu werden. Lies vorab die Details, da Reisekosten und andere Auslagen oft nicht erstattet werden.
Fazit
Egal, ob du deine Kunst verkaufst, spezielles Fachwissen anbietest oder einfach etwas vermietest, was du besitzt – denk daran: Es braucht Zeit, bis neue Einkommensströme richtig in Fahrt kommen.
Diese kreativen Wege, Geld zu verdienen, unterscheiden sich von typischen Verdienstmöglichkeiten. Aber sie erfordern alle eines: einen kreativen Kopf, der die Bedürfnisse und Wünsche der Kund:innen versteht und unkonventionelle Lösungen anbietet.





